Spatenstich für NRD-Leuchtturmprojekt

28.11.2023 NRD.de

Spatenstich für NRD-Leuchtturmprojekt

Am Montag, 27.11., ist mit dem symbolischen Spatenstich das NRD-Wohnprojekt in der Gernsheimer Werrastraße offiziell gestartet. Für die NRD ist es das größte Einzelprojekt im Inklusionsbereich in ihrer Geschichte.

Das Wohnprojekt in Gernsheim am Rhein, Kreis Groß-Gerau, ist für die NRD ein ganz besonderes Vorhaben – hier wird es künftig ein inklusives Wohnangebot geben. Es ist das zweite von insgesamt drei NRD-Projekten in der hessischen Stadt. Erst im Oktober eröffnete das Sozialunternehmen ein Wohnhaus für Menschen aus dem Autismus-Spektrum in der Robert-Koch-Straße 1, in der Alten Landstraße ist eine Tagesstätte geplant.

Mit dem Projekt in der Werrastraße in Gernsheim betritt die NRD Neuland: Es entsteht ein inklusives und gemeinschaftliches Wohnprojekt. Künftig sollen dort Mieter*innen mit und ohne Unterstützungsbedarf leben, die sich ganz bewusst für diese Wohnform entscheiden und diese mitgestalten, geprägt von Verständnis und gegenseitiger Unterstützung. 27 Wohnungen werden den insgesamt 67 Mieter*innen zur Verfügung stehen. Für 16 NRD-Klient*innen mit Unterstützungsbedarf im Spektrum einer geistigen und / oder mehrfachen Behinderung wird es in der Werrastraße zehn Wohnungen geben.

„Absolutes Herzensprojekt“

NRD-Vorstand Christian Fuhrmann bezeichnete den Tag des Spatenstichs als „Ergebnis eines langen Prozesses mit Höhen und Tiefen“ – schließlich sind die aktuellen Rahmenbedingungen für das bislang größte Einzelprojekt der NRD im Inklusionsbereich alles andere als günstig. „Herausfordernde Themen wie Finanzierung und fehlende Fachkräfte haben den Prozess oft herausfordernd gestaltet. Fuhrmann, der das Vorhaben als „absolutes Herzensprojekt für die NRD“ bezeichnet, hofft, mit dem neuartigen Konzept zahlreiche Menschen – darunter auch künftige Fachkräfte – begeistern und überzeugen zu können.

So sollen die drei Wohnhäuser einmal aussehen. (Grafik: Heidacker Architekten)

Christian Fuhrmanns Dank galt darüber hinaus dem Landeswohlfahrtsverband für seine Unterstützung. „Die stets konstruktiven Gespräche zu diesem Projekt waren im vergangenen Jahr abgeschlossen, womit wir die Planungssicherheit hatten“, blickte der NRD-Vorstand zurück. Auch der Stadt Gernsheim, den „Heidacker Architekten“ und dem Generalunternehmer Früchtenicht und Riedl (F & R Projektbau GmbH) dankte der Vorstand herzlich für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Unter den geladenen Gästen war auch der Bürgermeister der Stadt Gernsheim, Peter Burger. Er bezeichnete das Projekt als „echten Glücksfall“: „Für Gernsheim ist es ein Alleinstellungsmerkmal, dass hier inklusives Wohnen ermöglicht wird“, dankte Burger der NRD.

Behindert? Nicht behindert? Egal!

Die Größen der drei Gebäude und deren Zwischenräume variieren und erzeugen somit unterschiedlich geprägte Freiräume zur privaten und halböffentlichen Nutzung. 45 Prozent der insgesamt 2.260 Quadratmeter Wohnfläche werden uneingeschränkt rollstuhlgerechte Wohnungen sein. Zirka 120 Quadratmeter Gemeinschafts- bzw. Angebotsflächen der NRD werden allen Mieter*innen zur Verfügung stehen. Zudem sind 14 Tiefgaragenstellplätze und 18 oberirdische Stellplätze vorgesehen.

In der Werrastraße sollen künftig die Attribute „behindert“ und „nichtbehindert“ verschwinden – es soll eine Gemeinschaft auf Augenhöhe werden. „Das große Ziel hier ist ein Leben auf Gegenseitigkeit“, erklärt Kathrin Benz, Leitung Teilhabe Groß-Gerau. „Vieles wird in Begegnungen und beim täglichen Miteinander entstehen.“

Die Bagger rollen bereits in der Werrastraße. Mit dem Spatenstich werden nun alle Pläne und Konzepte in diversen Computern Realität. Die drei Häuser, die später einmal die Hausnummern 11, 13 und 15 haben werden, sollen im ersten Quartal 2026 bezugsfertig sein.


Bild ganz oben: v.l.: Christian Fuhrmann (NRD-Vorstand), Nadine Rutow (Immobilienmanagement NRD, Projektleitung Werrastraße), Christian Früchtenicht, Janek Riedl (beide F & R Projektbau GmbH), Kathrin Benz, Fabien Muller (beide Leitung Teilhabe Kreis Groß-Gerau der NRD), Jana Heidacker (Heidacker Architekten), Peter Burger (Bürgermeister Gernsheim) (Foto: J. Albus / NRD)

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